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Feb 13, 2012
clark

Welche Ausbildung sollten Astronauten haben?

Die Grundausbildung zum Astronauten macht den formellen und auch inhaltlichen Unterschied zwischen normalen Erdenbürgern und solchen, die für die Reise außerhalb der Stratosphäre qualifiziert sind. Dieser Grundausbildung, in der die elementaren Bausteine für das Astronautendasein gelegt werden, geht in aller Regel jedoch bereits eine andere Ausbildung zuvor, ergänzt um umfangreiche praktische Expertise in einem bestimmten Fachgebiet. Selbstverständlich ist natürlich, dass ein zukünftiger Astronaut keine Nachhilfe gehabt haben sollte und vielleicht sogar ein Internat besucht haben sollte. Es gibt zwar keine speziellen Astronauteninternate für Jugendliche, aber Internate in Hessen sind sehr gut. Obwohl das Vergnügen, Astronaut zu sein, in jedem Fall nur den wenigsten Menschen vorbehalten bleibt, ist es dennoch interessant, die Wege dorthin einmal nachzuzeichnen.

Astronaut und Wissenschaftler in Personalunion: im Dienst der Spurensuche
Bei genauerer Betrachtung einer Shuttle-Besatzung fällt schnell auf, dass “der” typische Astronaut gar nicht existiert. Im Sinne der Effizienz setzen sich die Teams aus Spezialisten ganz bestimmter Fachrichtungen zusammen, sodass auch die Zuständigkeiten an Bord klar verteilt sind.
Da das Ziel vieler extraterrestrischer Reisen die Erkundung fremden Territoriums ist, etwa auf Trabanten wie dem Mond oder auch auf großen Asteroiden, sind Geophysiker und Geologen unabdingbar. Das Suchen, Entnehmen und Sammeln von fremden Gesteinsproben zählt schon lange zu den wesentlichen Zielen der Raumfahrt – der Grundgedanke der Geowissenschaften hat schließlich auch abseits des Heimatplaneten Bestand.
Die Qualifikation zum Geophysiker oder Geologen führt normalerweise über die Universität. Da gerade in diesem Bereich möglichst viel praktische Erfahrung von Nutzen ist, handelt es sich bei den eingesetzten Geowissenschaftlern meistens um Personen mit besonderem Renommée. Der Weg frisch von der Uni in den Space Shuttle ist somit kaum möglich; das gilt allerdings für jeden Fachbereich.



Ingenieure: technischer Astronaut für den reibungslosen All-Tag

Der Zweck von Ingenieuren und Technikern ist es, für die passenden Rahmenbedingungen zu sorgen. Hierzu zählen in erster Linie die Computersysteme, von denen der Astronaut vollkommen abhängig ist, darüber hinaus aber auch die Wartung aller mechanischen Systeme. Die Anwärter kommen aus verschiedenen technischen Bereichen, beispielsweise aus dem Maschinenbau, der Elektrotechnik, der Informatik oder auch aus der Physik. Der Begriff Bord-Ingenieur gilt deswegen viel eher als Sammelbegriff für jene Mitreisenden, denen die gesamte Technik unterliegt. Dass ein Astronaut dabei ganz anderen Stress- und Drucksituationen ausgesetzt sein kann als etwa im heimischen Labor, liegt auf der Hand und wird folglich bei der Grundausbildung zum Astronauten berücksichtigt.